TV-Kabelnetz

Die Entstehung des TV-Kabelnetzes

1978

Die Ministerpräsidenten der Bundesrepublik beschließen befristete Kabelpilotprojekte in Berlin, Ludwigshafen-Mannheim, München sowie Köln und Wuppertal.

1980

Die Landesregierung von Rheinland-Pfalz verabschiedet das „Versuchsgesetz“ zur Regelung eines Pilotprojektes mit Breitbandkabel. Darin werden erstmals private Rundfunkveranstalter zugelassen. Aufgrund der neuen technischen Möglichkeiten des Breitbandkabels ändert das Bundesverfassungsgericht seine bisherige Rechtsauffassung und erhebt keine Einwände gegen die Zulassung von privaten Rundfunkanbietern.

1982

Postminister Schwarz-Schilling (CDU) forciert den Ausbau der Kabelnetze. Allein 1983/84 werden zwei Millionen Kabelanschlüsse gelegt. Auf Druck des mittelständischen Handwerks wird die Zuständigkeit der Post auf den Betrieb der so genannten Netzebene 3 beschränkt. Installation und Wartung der Hausnetze auf der Netzebene 4 übernehmen Servicegesellschaften und Handwerksunternehmen. Diese Trennung der Netzebenen 3 und 4 wirkt bis heute nach.

1984

Im Rahmen eines Kabelpilotprojekts gehen in Ludwigshafen neben 18 öffentlich-rechtlichen Programmen erstmals vier private werbefinanzierte Sender auf Sendung. Ein Jahr später fällt der Startschuss für das bundesweite Kabelfernsehen.

1990

Sechs Jahre nach dem Start des ersten Kabelpilotprojekts reicht das Kabelnetz bei 14,1 Millionen deutschen Haushalten bis vor die Tür. 6,3 Millionen Haushalte davon sind tatsächlich angeschlossen. Und es geht zügig weiter: 1995 sind bereits 24 Millionen Wohneinheiten anschließbar und fast 16 Millionen Haushalte empfangen ihr TV-Signal über Kabel.

1996

Mit dem Telekommunikationsgesetz läutet die Bundesregierung die Liberalisierung des Telekommunikationssektors und damit das Ende des Monopols der Deutschen Telekom ein.

1997

Start des Digitalen Fernsehens im Kabelnetz mit dem Sender DF1, die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF speisen ab der Internationalen Funkausstellung (IFA) 1997 Programme digital in das Kabelnetz ein.

1998

Die EU-Kommission fordert die komplette Trennung der Telekommunikations- und Kabelfernsehnetze. Zur Schaffung von mehr Wettbewerb muss die Deutsche Telekom ihre Kabelnetze verkaufen.

Die Initiative Deutscher Rundfunk, ein Forum des Bundeswirtschaftsministeriums, beschließt die Digitalisierung von Fernsehen und Hörfunk bis 2010.

1999

Geburtsstunde der Kabel Deutschland: Zur Vorbereitung des späteren Verkaufs gliedert die Deutsche Telekom ihren gesamten Breitbandkabelbereich in die Kabel Deutschland GmbH aus.

2001 / 2002

Die Kabelnetze in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg werden an den amerikanischen Investor Callahan verkauft, der britische Investor Gary Klesch übernimmt das hessische Kabelnetz. Die Unternehmen ish, iesy, sie fusionieren später zu Unity Media, und Kabel BW entstehen.

2002

Das Bundeskartellamt untersagt den Kauf der sechs verbliebenen Regionalgesellschaften durch den amerikanischen Medienkonzern Liberty Media.

2003

Eine Investorengruppe aus Apax Partners, Goldman Sachs Capital Partners und Providence Equity Partners erwirbt die sechs regionalen Kabelnetzbetreiber und bündelt sie in der Kabel Deutschland Gruppe. Gemeinsam mit der neuen Geschäftsführung beginnen die Investoren mit dem konsequenten Umbau des Unternehmens von einem technisch geprägten Infrastrukturbetreiber hin zu einem kundenorientierten Programmvermarkter.

Entstehung und Entwicklung von Kabel Deutschland

INFORMATION

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Produktinformationen

finden Sie unter www.kabeldeutschland.de