18.2.2013

Bundeskartellamt hält Zusagenangebot für Kauf von Tele Columbus für unzureichend


  • Wettbewerbsrechtliche Bedenken konnten durch angebotene umfangreiche Netzverkäufe nicht ausgeräumt werden
  • Zusagenforderung des Kartellamtes wirtschaftlich nicht vertretbar
  • Untersagung der Transaktion wird erwartet
  • Vorstandsvorsitzender Adrian v. Hammerstein: „Volle Konzentration auf organisches Wachstum“

Das Bundeskartellamt hat Kabel Deutschland heute seine vorläufige Einschätzung zum Zusagenangebot vom 22. Januar 2013 mitgeteilt. Danach seien die angebotenen umfangreichen Netzveräußerungen nicht ausreichend, die wettbewerbsrechtlichen Bedenken auszuräumen.

Kabel Deutschland hatte die Veräußerung von Tele Columbus Netzen in Berlin, Dresden und Cottbus angeboten. Das Bundeskartellamt fordert demgegenüber, dass Kabel Deutschland fast 60 Prozent der zu erwerbenden Netze in Ostdeutschland veräußert - doppelt so viel wie von Kabel Deutschland für den Fall der Genehmigung zugesagt.

„Wir bedauern, dass das Bundeskartellamt trotz unserer umfangreichen Zusagen, mit denen wir bis an die Grenze des wirtschaftlich Vertretbaren gegangen sind, an seinen Bedenken festhält. Die Transaktion hätte große Vorteile für Infrastrukturwettbewerb und Verbraucher mit sich gebracht“, so Adrian v. Hammerstein. Mit dem geplanten Zusammenschluss hätte Kabel Deutschland in den neuen Bundesländern über 900.000 Haushalten erstmalig Hochgeschwindigkeits-Internet über das Fernsehkabel anbieten und damit die Breitband-Infrastruktur im Osten Deutschlands stärken können. Außerdem wäre der Kabelnetzbetreiber in Nordrhein-Westfalen und Hessen in den Wettbewerb zu Unitymedia KabelBW eingetreten.

Fokus auf organisches Wachstum
Kabel Deutschland wird auch ohne den geplanten Zusammenschluss weiter dynamisch wachsen: „Wir sind auf diese Transaktion nicht angewiesen, denn wir haben mit unserer leistungsfähigen Infrastruktur und unseren attraktiven Internet- und Fernsehprodukten über Jahre hinaus großes organisches Wachstumspotenzial. Dieses Potenzial werden wir konsequent erschließen“, kommentiert v. Hammerstein die Zukunftsaussichten des Unterföhringer Kabelnetzbetreibers.

Über Kabel Deutschland
Als größter deutscher Kabelnetzbetreiber bietet Kabel Deutschland (KD) ihren Kunden digitales und hochauflösendes (HDTV) sowie analoges Fernsehen, Video-on-Demand, Angebote rund um digitale Videorecorder, Pay TV, Breitband-Internet (bis zu 100.000 Kbit/s) und Telefon über das TV-Kabel sowie über einen Partner Mobilfunk-Dienste an. Das im MDAX notierte Unternehmen betreibt die Kabelnetze in 13 Bundesländern in Deutschland und versorgt rund 8,5 Millionen angeschlossene Haushalte. Zum 1. November 2012 beschäftigte Kabel Deutschland rund 3.500 Mitarbeiter. Das Unternehmen erzielte im Geschäftsjahr 2011/2012 einen Umsatz von rund 1.700 Mio. Euro, das bereinigte EBITDA lag bei rund 795 Mio. Euro.

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